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Gemeinsame Presseerklärung MU/NST
Niedersächsischer Umwelt- und Bauminister Olaf Lies und Niedersächsischer Städtetag begrüßen die Förderzusage des Bundes für die Städte Einbeck und Hannover als "smart cities"

Das Niedersächsische Umweltministerium und der Niedersächsische Städtetag begrüßen die Zusage des Bundes, die Stadt Einbeck sowie die Landeshauptstadt Hannover als Modellvorhaben „Smart Cities made in Germany“ zu fördern, die sich aus 94 Bewerbungen durchgesetzt haben.

„Unsere Mitgliedsstädte können nun konkrete Beiträge zur Zusammenführung von Klimaschutz und Digitalisierung gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Kooperationspartnern planen und umsetzen. Hohes Engagement und gute Konzepte haben sie schon in der kurzen Bewerbungsphase bewiesen“, so der Präsident des Niedersächsischen Städtetags, Oberbürgermeister Ullrich Mädge (Hansestadt Lüneburg). „Wir wollen dazu beitragen, die entwickelten Lösungen zu guten Beispielen für viele andere Städte, Gemeinden und Samtgemeinden zu machen, damit diese dort übernommen werden können,“ ergänzt der Vizepräsident und Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Stadt Salzgitter).

„Unser Ansatz der gemeinsamen Arbeit an den Bewerbungen hat offenbar auch die Jury beim Bund überzeugt“, freut sich Umweltminister Olaf Lies: „Digitale Anwendungen können entscheidend dazu beitragen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Dabei muss die Digitalisierung selbst klimafreundlich gestaltet werden, zum Beispiel durch energieeffiziente, langlebige Produkte und Strom aus erneuerbaren Quellen. Durch die Zusammenarbeit der Städte und die Unterstützung des Niedersächsischen Städtetags ist es nun möglich, mit der Bundesförderung mehr Smart Cities und damit nachhaltige Lösungen in Niedersachsen zu entwickeln.“

Im Januar dieses Jahres hatten der Niedersächsische Städtetag (NST) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz das gemeinsame Projekt „Unterstützung und Beschleunigung des kommunalen Klimaschutzes durch Smart Cities“ gestartet, um die beiden komplexen Entwicklungsthemen für Städte, Gemeinden und Samtgemeinden, nämlich Klimaschutz und Digitalisierung zusammenzuführen und beispielhaft in Modellkommunen zu bearbeiten.

Aus dem Bundesprogramm werden in den einzelnen Städten sowohl der Aufwand für die partizipative Entwicklung der jeweiligen Smart City Strategie im ersten Förderjahr wie dann daraus folgende Investitionen für weitere vier Jahre mit 65% bezuschusst.

Einbeck und Hannover hatten bereits in der Bewerbungsphase gemeinsam mit weiteren niedersächsischen Städten eine Zusammenarbeit mit dem Ziel vereinbart, lebendige Innenstädte digital, partizipativ, nachhaltig und krisenfest zu entwickeln.

Einbeck hat dabei besonders die Förderung von Akzeptanz und Kompetenzen für die Digitalisierung in seinen 47 Stadtteilen im Blick. Ein digitales Wissensquartier in der Innenstadt, digitales Leerstandsmanagement sowie ein sensor- und digital gestütztes Gebäudeenergiemanagement einschließlich eines denkmalgeschützten Musterhauses ergänzen die Projekte der Stadt, für die sie ca. 3 Mio. € Bundesförderung beantragt hat.

Die Fortführung des Innenstadtdialogs, die digitale Bewirtschaftung von Flächen und Räumen sowie eine multifunktionale Straßenbeleuchtung sind Maßnahmen der Landeshauptstadt Hannover. Weiter will die Stadt ein Hitze-Wasser-Management aufbauen, kulturelle Angebote im öffentlichen Raum stärken und über Augmented Reality (digital erweiterte Realität) historische Stadtansichten an Originalschauplätzen der Innenstadt zugänglich machen. Hannover erwartet hierfür ca. 8,6 Mio. € Zuschuss.

Hintergrund:

Im Januar 2021 haben MU und NST bekannt gegeben, dass mit einem Projekt die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung als Beitrag zum kommunalen Klimaschutz in seinerzeit neun ausgewählten Kommunen analysiert und erprobt werden sollen. Damit soll es gelingen, Klimaschutzmaßnahmen in größerer Zahl und zügiger umzusetzen. Von den ausgewählten neun Kommunen sind sechs Bewerbungen in unterschiedlichen Kooperationsformen für das Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities made in Germany“ eingereicht worden. Nach erfolgreicher Bewerbung sollen über einen Zeitraum von knapp fünf Jahren konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Smart City steht für die Bewältigung städtischer Herausforderungen mithilfe digitaler Technologien. Damit soll die Innovationskraft von Städten gestärkt werden, wobei insbesondere die Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz in verschiedenen städtischen Bereichen neben der Erhöhung der Sicherheit sowie sozialer und partizipativer Komponenten eine wichtige Rolle spielt.

Aufgrund der hohen Zahl von über 90 Bewerbungen für das Bundesprogramm „Modellvorhaben Smart Cities“ musste damit gerechnet werden, dass nicht alle  niedersächsischen Städte vom Bund ausgewählt werden. Das MU hat daher gemeinsam mit MW die Absicht, einzelne Projektideen der nicht ausgewählten Städte Bad Bentheim, Göttingen, Langenhagen, Lingen, Oldenburg und Stade aus Landesmitteln zu unterstützen.

Auch von diesen Städten wünschen sich MU und NST, dass diese weiter im angestrebten Netzwerk niedersächsischer Smart Cities mitarbeiten. Dies gilt ebenso für die Stadt Hildesheim, die für die Bewerbung im Jahr 2021 ihre nicht erfolgreiche Vorjahresbewerbung weiter vertieft und daher bisher nicht am gemeinsamen Projekt von MU und NST teilgenommen hat. Die Städte würden dabei weiterhin von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und dem NST begleitet werden.

MU und NST geht es darum, Lösungen für solche Maßnahmen zu entwickeln, die für eine Vielzahl von Kommunen beispielgebend sein können. Auch für den Wissenstransfer sollen neue digitale Instrumente entwickelt und eingesetzt werden.

16. Juli 2021

Ansprechpartner:

Dr. Jan Arning, Mobil: 0172 / 53975-16, E-Mail: arning@nst.de

Stefan Wittkop, Mobil: 0172 / 53975-13, E-Mail: wittkop@nst.de



Dokumente:

1553942_0 (PDF, 283 kB)


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