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03.03.2020

Presseinformation Nr. 7 / 2020
NST: Jugendliche in schwierigen Lebenslagen müssen auch weiterhin optimal unterstützt werden

Der Niedersächsische Städtetag bittet das Land, die Zukunft der Pro-Aktiv-Centren in Niedersachsen auch weiterhin finanziell abzusichern und zu unterstützen: „Die Fortführung und auskömmliche Finanzierung von Pro-Aktiv-Centren ist für die betroffenen Jugendlichen in herausfordernden Lebenslagen eine wichtige Unterstützung, um die Jugendlichen beim Übergang von Schule in Beruf zu begleiten“, erklärte Oberbürgermeister Ulrich Mädge (Hansestadt Lüneburg), Präsident des Niedersächsischen Städtetages.

„Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, müssen Pro-Aktiv-Centren auch in der nächsten EU-Förderperiode ab 2020 für die Landesregierung Priorität haben. Die Aufnahme der Pro-Aktiv-Centren in den Koalitionsvertrag zeigt, dass die Landesregierung von den guten Ergebnissen, die mit Pro-Aktiv-Centren erzielt werden, überzeugt ist. Wir wollen, dass dieses Hilfsangebot für die Jugendlichen auch weiterhin gewährleistet wird“, so Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Stadt Salzgitter), Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages.

„Die Errichtung von Jugendberufsagenturen ist keine Alternative zu Pro-Aktiv-Centren. Im Gegenteil: hier werden die unterschiedlichen Angebote miteinander verknüpft und die Jugendlichen erhalten im Zusammenspiel aller Akteure vor Ort eine optimale Vorbereitung auf ihr künftiges berufliches Leben“, führt Mädge aus.

Hintergrund:

Pro-Aktiv-Centren fördern bieten individuelle Einzelfallhilfe für junge Menschen in problematischen Lebenslagen an. Ziele sind soziale Stabilisierung, Bewältigung des Lebensalltags und die Schaffung von Alltagsstrukturen, die zur Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit führen. Mit den Jugendlichen werden gemeinsam Unterstützungsbedarfe abgestimmt und die notwendigen Hilfen angeboten und koordiniert. Es handelt sich hierbei um ein ganzheitliches Beratungssystem. Im Rahmen eines individuellen Case-Managements werden Hilfen aus einer Hand angeboten.

Die dazugehörigen Förderrichtlinien des Landes Niedersachsen sehen vor, dass Pro-Aktiv-Centren jeweils zu 50 % aus EU-Mitteln, 40% aus Landesmitteln und 10 % kommunalem Eigenanteil finanziert werden. An EU-Mitteln stehen derzeit jährlich 13,8 Mio. Euro zur Verfügung, an Landesmitteln jährlich 15,1 Mio. Euro. Aufgrund der Kürzung der EU-Mittel in Folge des Brexit entsteht ab Mitte 2022 eine Finanzierungslücke. Das Land sieht sich nicht in der Verantwortung, diese zu schließen. Das hätte zur Folge, dass die Pro-Aktiv-Centren nicht mehr auskömmlich finanziert werden können und die Angebote für die Jugendlichen eingestellt werden müssten.

3. März 2020

Ansprechpartner:

Dr. Jan Arning, Mobil: 0172 / 53975-16, E-Mail: arning@nst.de



Dokumente:

Presseinformation Nr. 7 / 2020 (PDF, 149 kB)


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