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Presseinformation Nr. 24 /2020: Große Probleme mit der Flexibilisierung des Einschulungsalters in Corona-Zeiten

„Unsere Befürchtungen im Hinblick auf die Flexibilisierung des Einschulungsalters wurden noch übertroffen“, erklärte Städtetagspräsident Ulrich Mädge, zugleich Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg: „Die Vermutung, dass in diesem Jahr vorrausichtlich noch mehr sog. „Flexi-Kinder“ zurückgestellt werden, hat sich durch unsere Umfrage erhärtet. Die Auswertung hat eine Steigerung um ca. 40 % ergeben.“

Durch eine Hochrechnung seiner Umfrageergebnisse zum Kita-Jahr 2020/2021 schätze der NST, so Vizepräsident Frank Klingebiel (Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter), die Zahl der zurückgestellten Kinder auf knapp 10.900. Eine Abfrage zum letzten Kita-Jahr 2019/2020 hatte noch ergeben, dass im letzten Jahr hochgerechnet ca. 7.800 Kinder zurückgestellt wurden.

„Bei einer solchen Hochrechnung wären das ca. 436 zusätzliche nicht eingeplante Kita-Gruppen für unsere Städte, Gemeinden und Samtgemeinden“, rechnet Oberbürgermeister Klingebiel, Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages, vor. „Wenn sich das so bewahrheitet, ist das für die Kita-Ausbauplanung der Kommunen eine äußerst schwierige Situation – wir fordern das Land deshalb erneut dringend auf, beim Niedersächsischen Schulgesetz (NSchG) nachzubessern“, fordert Mädge abschließend.

Hintergrund:

In der Vergangenheit haben Eltern in großem Umfang von der Möglichkeit des § 64 NSchG Gebrauch gemacht. Danach können Erziehungsberechtigte für Kinder, die das sechste Lebensjahr in dem Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. September vollenden, den Schulbesuch durch schriftliche Erklärung gegenüber der Schule um ein Jahr hinausschieben; die Erklärung ist vor dem Beginn des Schuljahres bis zum 1. Mai gegenüber der Schule abzugeben. In den letzten zwei Jahren war diese Regelung ein dauernder Streitpunkt zwischen kommunalen Spitzenverbänden und Kultusministerium, da die Kita-Bedarfsplanung der Kommunen auf diese Zurückstellungen nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Nun gab es Hinweise, dass Eltern die vorgenannte Regelung wegen der aktuellen Corona - Situation in den Kindertagesstätten und Schulen in noch stärkerem Umfang nutzen, als in den vergangenen Jahren. Eine Umfrage bei unseren Mitgliedern sollte ermitteln, ob dies ein allgemeiner Trend ist.

 

 11.09.2020                                                                                                     

Ansprechpartner:

Dr. Jan Arning, Mobil: 0172 / 53975-16, E-Mail: arning@nst.de

Stefan Wittkop, Mobil: 0172 / 53975-13, E-Mail: wittkop@nst.de



Dokumente:

Pressemitteilung Nr. 24 /2020 (PDF, 149 kB)


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