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Presseinformation Nr. 23 / 2018 NST kritisiert den Zeitplan des Landes bei der Reform der Erzieherausbildung

Der Niedersächsische Städtetag (NST) erwartet vom Kultusministerium kurzfristig die Vorlage eines Konzepts zur dualisierten Erzieherausbildung. „Es kann nicht sein, dass wir auf dieses Konzept bis zum Frühjahr des nächsten Jahres warten müssen. Das ist aufgrund des aktuellen Personalnotstandes in den Kindertagesstätten nicht akzeptabel“, so Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Präsident des Niedersächsischen Städtetages. Ein Konzept des Kultusministeriums für eine dualisierte Erzieherausbildung sei mittlerweile überfällig.

Hintergrund der Kritik ist ein vom Land am 27. August durchgeführtes Fachforum „Frühkindliche Bildung“. Hier wurde angekündigt, im November 2018 ein weiteres Forum zum Thema „Ausbildung und Berufszugang“ zu veranstalten. Aus den Ergebnissen dieses weiteren Forums soll dann das neue Ausbildungsmodell entwickelt werden. Bei diesem Vorgehen dürfte ein fertiges Konzept für eine dualisierte Erzieherausbildung erst im Frühjahr 2019 vorliegen.

„Das ist viel zu spät. Wir brauchen jetzt ein überzeugendes, fertiges Konzept und keine Schiebeverfügung. Die Kommunen und die freien Träger benötigen über ein halbes Jahr Vorlauf um den neuen Ausbildungsgang bei potentiellen Bewerbern bekannt zu machen“, ergänzte Mädge. Wenn über den neuen Ausbildungsgang erst im Frühjahr des nächsten Jahres Klarheit herrsche, werde es voraussichtlich nicht gelingen, bis zum 1. August 2019 also zum Start des Kita-Jahres 2019/2020 geeignete Auszubildende zu finden.

„Drei Jahre Erzieherausbildung, eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie ein verlässlicher Ausbildungsvertrag für die Bewerber sind aus unserer Sicht wesentliche Bausteine für eine dualisierte Ausbildung“, erinnert Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Vizepräsident des NST, an das schon Anfang Juni vorgelegte Positionspapier des NST für eine dualisierte Erzieherausbildung in Niedersachsen. Es brauche jetzt keine weiteren Foren und Diskussionsrunden, sondern Entscheidungen.

                                                                                                           29.08.2018

Ansprechpartner:

Dr. Jan Arning, Mobil: 0172 / 53975-16, E-Mail: arning@nst

Stefan Wittkop, Mobil: 0172 / 53975-13, E-Mail: wittkop@nst.de



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