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Pressemitteilung anlässlich der 186. Präsidiumssitzung am 12. Februar in Visselhövede
Städtetag: Qualitätssiegel für Bibliotheken darf ihren Bestand nicht gefährden

Presseinformation

anlässlich der 186. Präsidiumssitzung am 12. Februar in Visselhövede

Städtetag: Qualitätssiegel für Bibliotheken darf ihren Bestand nicht gefährden

Das Präsidium des Niedersächsischen Städtetages beschäftigte sich in seiner Sitzung am 12. Februar 2009 u.a. mit der vom Land geplanten Einführung eines Gütesiegels für öf­fentliche Bibliotheken.

Im Anschluss an die Sitzung betonte Städtetagspräsident Ulrich Mädge, Oberbürgermeister von Lüneburg, dass die niedersächsischen Städte und Gemeinden mit großem Engagement Bibliotheken in nahezu allen Städten und Gemeinden betrieben. Er begrüße es, wenn Büchereien die Möglichkeit gegeben werde, auf freiwilliger Basis ihre Leistungen und ihr Qualitätsbewusstsein zu do­kumentieren.

Wichtig sei ihm allerdings gleichzeitig, dass die Anforderungen an die Verleihung des Qualitätssiegels nicht überzogen würden: „Niemand hat etwas davon, wenn Kriterien so festgelegt werden, dass Büchereien in kleinen Städten und Gemeinden sie von vorn herein nicht erfüllen können.“ Überzogene Maßstäbe von professioneller Seite könnten die Motivation einschränken, das freiwillige Angebot einer Bibliothek auch in Zukunft vorzuhalten.

Akzeptabel sei das Bibliotheksprojekt des Landes daher nur dann, wenn die Anforderungen mit vertretbarem Aufwand erfüllt werden könnten. Ansonsten drohe auf mittlere Sicht das Gegenteil dessen, was Bibliotheken und ihre Nutzer sich wünschen, nämlich das Aus für viele der Einrich­tungen, die die zu hoch gesteckten Ziele nicht erreichen können. Schließlich gebe es in v. a. kleinen Städten und Gemeinden sogar ehrenamtlich betreute Büchereien, die mit den Stadtbibliotheken in Braunschweig, Hannover, Osnabrück oder auch Lüneburg weder konkurrieren könnten noch wollten. „Aber für die Menschen in ihren Städten und Gemeinden sind sie wichtig und versorgen vor allem Jugendliche und Schüler mit Büchern. Das darf gerade heute nicht gefährdet werden“, so der Städtetagspräsident abschließend.

12. Februar 2009

Ansprechpartner: Heiger Scholz, Tel.: 0172 539 7522

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Dokumente:

Presseinformation vom 12. Februar 2009 (PDF, 12 kB)


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